Überfunktion der Nebenschilddrüse

Die Nebenschilddrüsen sind doppelt paarig angelegte Drüsen, die sich an der Rückseite der Schilddrüse befinden (d. h. auf jeder Halsseite finden sich zwei kleine Drüsen). Funktionell sind sie für den Kalziumhaushalt und damit vor allem für den Knochenstoffwechsel verantwortlich.

Die häufigste krankhafte Veränderung ist die Überfunktion der Nebenschilddrüse, die vermehrt das Hormon Parathormon ausschütten Dabei können eine oder mehrere Nebenschilddrüsenkörperchen verändert sein. Die Folge können Störungen im Knochenbau, Nierenerkrankungen, Magengeschwüre und Gallensteinbildung sein.

Symptome:

Die folgenden Symptome können ein Hinweis auf eine Überfunktion der Nebenschildrüse sein:

  • Harnwegsinfektionen
  • allgemeine Schwäche
  • Rückenschmerzen
  • Oberbauchschmerzen

Diagnostik

Bei einem erhöhten Intakt-Parathormonspiegel, sowie einem erhöhten Kalziumwert im Blut ist die Diagnose Hyperparathyreoidimus nahezu 100 %ig sicher. Neben den Labortests ist vor der Operation ein CI oder ein MRI zur Diagnostik erforderlich.

Operative Therapie

Die operative Entfernung erfolgt über einen 3-4 cm langen Hautschnitt am Hals, wie bei der Schilddrüsenoperation. Die Operation wird mit einer Lupenbrille durchgeführt. Die erkrankten Nebenschilddrüsenkörperchen werden aufgesucht und vollständig entfernt.

Im Rahmen der Nachsorge, die ambulant durch den Endokrinologen erfolgen kann, werden der Hormonspiegel und der Kalziumspiegel kontrolliert.