Struma

Die Schilddrüse besteht aus zwei Schilddrüsenlappen, die vor der Luftröhre miteinander verbunden sind.
Der häufigste Grund für eine Operation der Schilddrüse ist die gutartige Schilddrüsenvergrößerung. Ein Struma, das Aufgrund eines Jodmangels auftritt, verursacht keine Beschwerden, weil die Schilddrüse normal funktioniert.


Symptome

Meistens fühlen sich die Betroffenen durch das veränderte Aussehen gestört und gehen deshalb zum Arzt.
Bei größeren Struma können, durch den Druck auf die Luft- und Speiseröhre, den die vergrößerte Schilddrüse bewirkt, Beschwerden auftreten. Dazu gehören:

  • Druck- und Kloßgefühl,
  • Schluckbeschwerden,
  • Luftnot bei Belastung,
  • Luftnot bei bestimmten Kopfhaltungen


Ursache

In Deutschland ist ein Jodmangel die Hauptursache für die Entstehung einer sogenannten Struma. Ein über Jahre bestehender Jodmangel führt über eine Vergrößerung zu einer knotigen Veränderung der Schilddrüse (Struma nodosa). Dabei kann die Funktionslage der Schilddrüse intakt bleiben; es kann aber zu einer Ober- oder Unterfunktion kommen. Weiterhin können auch bösartige Tumore in der Schilddrüse eine Operation notwendig machen.


Häufigkeit

Die Bundesrepublik Deutschland ist eines der jodärmsten Länder der Erde. Hier tritt bei 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung einer Vergrößerung der Schilddrüse aufgrund von Jodmangel auftritt.
Frauen sind davon fünf Mal häufiger betroffen, als Männer.

Meistens entwickelt sich ein Struma zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr.


Diagnostik

Ein Struma wird nach den Kriterien Größe, Beschaffenheit, Verschiebbarkeit, den lokalen Komplikationen wie Heiserkeit, Luftröhrenverlagerung etc., Druckschmerz und Lymphknoten beurteilt. Um das klinische Bild zu ergänzen wird der Halsumfang in drei Etagen gemessen.


Operative Therapie

Die Operation kommt zum Zuge, wenn die konservative medikamentöse Therapie ohne Erfolg geblieben ist oder keinen Erfolg verspricht oder die Radiojodtherapie nicht greift.

Die Operation erfolgt über einen 3-4 cm langen, querverlautenden Hautschnitt am Hals oberhalb der Schlüsselbeine. Die Schilddrüse wird freigelegt und das krankhafte Schilddrüsengewebe entfernt.

Im Idealfall kann ein kleiner Rest gesunden Gewebes belassen werden. Manchmal ist jedoch die Entfernung der gesamten Schilddrüse erforderlich. Das entnommene Gewebe wird zur feingeweblichen Untersuchung eingeschickt.

Wichtig bei der Operation ist die Darstellung der Stimmbandnerven und der Nebenschilddrüsenkörperchen, damit diese nicht verletzt werden.

Die Haut wird mit Klammern verschlossen, die schon am nächsten Tag entfernt werden können. Bereits am 2. oder 3. Tag nach der Operation können Sie wieder aus der Klinik entlassen werden.

Ob nach der Operation eine dauerhafte Einnahme von Schilddrüsenhormonen erfolgen muß, ist abhängig von der Menge des entfernten Schilddrüsengewebes.